Deutschland

Wangerooge – Insel-Impressionen & Reisetipps

Urlaub in Deutschland zu machen ist ja immer so eine Sache. Das Wetter bietet leider keine Garantie auf regenfreie Tage und Wärme und günstiger als in anderen Ländern ist es erst recht nicht. Doch ich habe diesen Sommer mal wieder die Erfahrung gemacht, dass man eigentlich nur wissen muss, wie es richtig geht, und dass ein Urlaub in Deutschland großartig sein kann. Dann Daher habe ich euch einige Impressionen aus Wangerooge sowie einige Reisetipps mitgebracht, die euch bei eurer eigenen Reiseplanung helfen können.

Wangerooge ist eine der Ostfriesischen Inseln an der Nordseeküste. Was ich dort am meisten geschätzt habe, waren die autofreien und sauberen Straßen. Die Urlauber und Insulaner gehen entweder zu Fuß oder fahren mit ihrem Fahrrad von A nach B. Es war so entspannt auf Autos verzichten zu können – auch wenn ich unser Auto sehr liebe – und einfach alles zu Fuß zu erreichen. An einem Tag haben wir uns auch ein Fahrrad gemietet und sind damit um die Insel gefahren. So sieht man definitiv alles von Wangerooge und praktisch ist es auch noch. Unsere Wohnung lag direkt am Strand, besser hätte es tatsächlich nicht sein können. Denn in nur wenigen Sekunden war man schon an der Promenade und hatte sowohl den Strand als auch alle Geschäfte direkt vor der Tür. Daher hielten wir uns auch die meiste Zeit draußen auf und hatten gleichzeitig die Möglichkeit schnell zurück zur Wohnung zu gelangen. Die Insel ist sehr sauber und wir haben regelrecht gespürt, wie wichtig allen es ist diese Sauberkeit beizubehalten und auf die Insel acht zu geben. Wir haben uns zudem schon seit langem nicht mehr so sicher wie dort gefühlt. Es waren viele Familien mit ihren Kindern und Hunden dort, es war jedoch nicht überlaufen oder stressig. Alle waren sehr entspannt und wollten nur ihre Zeit dort genießen. Das entspannte uns natürlich auch sehr, da nichts mit Hektik oder übermäßiger Lautstärke verbunden war. Wir haben geschafft abzuschalten und die Tage dort zu genießen.

Der Strand von Wangerooge ist mein Lieblingsort. Dort haben wir uns die meiste Zeit des Tages aufgehalten. Egal ob morgens zum Joggen, mittags zum Bräunen oder abends zum Drachen steigen lassen und Spazieren gehen. Für meinen nächsten Besuch auf der Insel habe ich mir nochmal ganz andere Sachen vorgenommen. Zum Beispiel würde ich gerne Stand-Up Paddling ausprobieren oder Tennis und Beachvolleyball spielen.

Reise-Tipps für Wangerooge

No. 1: Kosten

Auf der Insel gibt es viele tolle Appartments und Hotels. Die Preise variieren natürlich je nach Ausstattung und Lage. Unsere Wohnung war von der Einrichtung her etwas älter und praktischer, die Lage war jedoch unschlagbar. Bei der Buchung sollte man daher abwägen, ob man eine moderne Einrichtung bevorzugt oder es auch etwas einfach sein darf. Abgesehen von der Unterkunft kommen noch andere Kosten auf euch zu. Am Hafen vom Harlesiel kosten die Parkplätze 5€ pro Tag. Die Parkplätze sind umzäunt und bewacht, euer Auto steht da also absolut sicher. Die Überfahrt mit der Fähre kostet Hin- und Zurück 34,50 €. Wer noch Gepäck aufgeben möchte, bezahlt pro Koffer 6,70 € ebenfalls für die Hin- und Rückfahrt. Es ist auch möglich ein Fahrrad mitzunehmen, das kostet ca. 12 €.  Wer nicht mit der Fähre auf die Insel reisen möchte, kann für ein paar Euro mehr auf die Insel mit der Propellermaschine fliegen. In der Hauptsaison bezahlt man außerdem 3,50 € Kurtaxe pro Tag, wer in der Nebensaison verreist zahlt nur 1,60 €. Wenn ihr kein eigenes Fahrrad mitnehmen wollt oder könnt, dann gibt es auf der Insel noch genügend Leihstellen für Fahrräder. Wir haben unsere Fahrräder beim Fahrradverleih Eden gemietet und für ein normales Citybike 7 € für einen Tag bezahlt. Hält man sich eine ganze Woche auf der Insel auf, bezahlt man dort 25 € für 7 Tage. Meiner Meinung nach ist das ein fairer Preis.

No. 2: Aktivitäten

Auf Wangerooge dreht sich alles um Outdoor-Aktivitäten. Allein am Strand kann man mehr machen, als nur in der Sonne zu liegen. Surfen, Stand-Up Paddling, Beachvolleyball, Botcha, Fitnessangebote mit Sportgruppen oder einfach den Drachen steigen lassen. Außerdem gibt es auf der Insel einen Golfplatz und Tennisplätze, die man nach Anmeldung belegen kann. An der Strandpromenade kann man Inlineskaten, Longboard/Skateboard fahren oder einfach mit seinem Hund spazieren gehen. Was auch sehr beliebt ist, ist Joggen am Strand oder quer über die Insel. Die Wege sind dafür super ausgelegt.

No. 3: Essen & Trinken

Wer in einer Ferienwohnung wohnt, muss sich auch selbst verpflegen. Dafür gibt es die beiden Supermärkte der Insel, zum einen den Inselmarkt und zum anderen einen kleinen Edeka. Beide sind in zentraler Lage im Ort aufzufinden. Preislich tut sich bei den Läden nichts, lediglich das Angebot an Lebensmittel weicht leicht voneinander ab. Da ihr jedoch immer noch auf einer Insel seid, sind dementsprechend auch die Preise etwas teurer. Wir haben uns ein paar Lebensmittel bereits im Vorfeld mitgenommen und mussten daher vor Ort nicht mehr all zu viel kaufen. Wer auch mal Essen geht, hat die Qual der Wahl. Denn es gibt viele Restaurants für jeden Geschmack. Welches Restaurant ich auf jeden Fall empfehlen kann ist der “Pirat”. Ich habe noch nie so ein leckeres Schnitzel gegessen! Außerdem war die Bedienung sehr nett und hilfsbereit, das ist mir persönlich auch immer sehr wichtig. Wer Lust auf ein Eis hat, bekommt das direkt am Strand und das für nur 1€ pro Kugel. Den Preis finde ich für die Lage direkt am Strand wirklich gut. Wer sich abends an der Promenade noch einen Cocktail gönnen will, bekommt den bei der Bar “Anna Düne” für nicht mal 5 €. Es ist also wirklich nicht alles teuer auf der Insel und wenn man sich nur mal umschaut und sich durchprobiert, findet man schnell seine Lieblingsplätze mit dem besten Essen und leckersten Drinks.

No. 4: Ebbe und Flut

Da Wangerooge in der Nordsee liegt, spielen die Gezeiten eine große Rolle auf der Insel. Bei Ebbe sind wir gerne am Strand spazieren gegangen, weil alles sehr weitläufig begehbar ist und man viele Tiere aus dem Meer findet. Auch das Joggen am Strand funktioniert dann richtig gut, da der Boden sehr hart ist und man nicht so versinkt beim Laufen. Mit der Flut kommen auch die Wellen und das bedeutet ab ins Wasser. Auch wenn wir keine 30 Grad hatten, sondern meistens nur ca. 20 Grad, sind wir ins Meer gegangen. Das Wasser war von den Temperaturen her zum Glück sehr angenehm und die Sonne hat uns auch aufgewärmt – zum Glück! Wenn ihr also an der Nordsee seid, egal auf welcher Insel oder auf dem Festland, achtet auf die Gezeiten und nutzt sie.

Habt ihr schon mal Urlaub an der Nordsee gemacht? Schreibt mir gerne in die Kommentare, wo ihr wart und welche Orte ihr besonders empfehlen könnt! Wir kommen auf jeden Fall wieder auf diese wunderschöne Insel und können sagen, dass Urlaub in Deutschland sehr gut möglich ist und man eigentlich nur wissen muss, wo es sich wirklich lohnt hinzufahren.

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2 Comments

  • Reply
    Jasmin
    9. November 2017 at 17:00

    Liebe Sophia! Das sind wundervolle Bilder, die du da gemacht hast! Da bekommt man richtig Lust, auch mal dort hin zu gehen!
    Glg, Jasmin von backpacktherapy.de

    • Reply
      Sophia
      9. November 2017 at 17:18

      Vielen Dank Jasmin! Wangerooge ist definitiv eine Reise wert, ein paar Tage kann man es da super aushalten und der Strand ist einfach wunderschön. Also nur empfehlenswert!

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