Italien

Kurztrip nach Santeramo in Colle/Italien & wieso wir uns alle mal eine Auszeit nehmen sollten

Letztes Wochenende habe ich das wohl spontanste seit langem gemacht. Am Donnerstag habe ich für Freitag meine Flüge für Italien gebucht und am Freitag nach der Arbeit ging es dann auch schon zusammen mit meiner Familie zum Rest unserer Familie nach Santeramo in Colle in der Nähe von Bari los. Manche von euch haben vielleicht schon mitbekommen, dass ich Halbitalienerin bin. Mein Vater kam aus dieser Gegend und daher waren wir immer sehr oft in Italien. Nun war ich schon eine längere Zeit nicht mehr da, daher bin ich umso glücklicher, dass sich dieser Kurzurlaub spontan ergeben hat. An dieser Stelle auch nochmal ein großes GRAZIE und viele Bacios an meine Schwägerin und meine Brüder, die mir das ermöglicht haben. Und wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin, diese Auszeit war bitter nötig! Dazu aber gleich mehr…

Was ich ja immer besonders an Italien und vor allem meinem Heimatort schätze ist die Herzlichkeit, die die Menschen dort an sich haben. Es fühlt sich da alles viel leichter und gelassener an, auch wenn es nicht immer so ist. Aber die Menschen gehen mit einer ganz anderen Motivation in den Tag und schätzen ganz andere Dinge als wir. Wahrscheinlich hat es mir deswegen nicht viel ausgemacht das ganze Wochenende nur ca. 10 Stunden geschlafen zu haben. Wir waren immer bis in die Nacht unterwegs, haben gemeinsam gegessen und getrunken und die Zeit dort voll und ganz ausgenutzt. Wir haben es sogar zwei Mal an den Strand nach Marina di Ginosa geschafft. Ein wirklich schöner Strand, den ich nur empfehlen kann, falls ihr mal im Süden von Italien sein solltet.

Mangiare, mangiare…

Und was lieben wir alle natürlich besonders an Italien? Genau, das Essen. Und ich sage euch, ich habe es wirklich vermisst dort essen zu gehen. Von Panzerotti über selbstgemachte Nudeln bis Miesmuscheln – auf italienisch übrigens “Cozze” – und der leckeren Antipasti war tatsächlich alles dabei an diesem Wochenende. Aber auch italienisches Gebäck und Espresso ist einfach was anderes, wenn man es direkt in Italien isst und trinkt. Daher freue ich mich umso mehr, dass es bald wieder nach Italien geht und ich die ganzen Sachen gar nicht so lange vermissen muss.

Nostra Casa

Früher haben wir immer bei unserer Familie übernachtet, irgendjemand hatte immer Platz für uns über. Dieses Mal haben meine Brüder jedoch eine tolle Wohnung in einem Gasthaus in Santeramo organisiert, die schöner nicht hätte sein können. Es ist eher untypisch für Santeramo, da es sehr modern und neu ist. Alles andere ist eher einfach gehalten in der Altstadt und sah bereits vor 20 Jahren so aus. Dieses Haus hat es mir jedoch wirklich angetan. Es hat mehrere Zimmer sowie eine Wohnung, die gemietet werden können und im Innenhof finden ab und zu kleine Veranstaltungen statt. Das Interior war genau mein Geschmack und auch sonst haben wir uns alle da sehr wohl gefühlt.

Parli italiano?

Da ich nun schon länger nicht mehr in Italien war und wir auch zuhause mit unserem Vater nie wirklich italienisch gesprochen haben, beherrsche ich die Sprache leider nicht so gut wie der Rest meiner Familie. Der erste Tag in Santeramo war sprachlich gesehen für mich eine richtige Hürde. Es ist schade, dass ich zwar vieles verstehe aber nicht selber was erzählen kann. Daher habe ich es mir zum persönlichen Ziel gemacht bis spätestens nächstes Jahr mein italienisch aufzubessern. Üben werde ich mit meiner Familie, aber auch schon ein bisschen wenn es im August mit meinem Freund nach Rom geht. Im Land selber lernt man die Sprache halt auch am besten!

Einmal alles auf Pause bitte.

Wie ich bereits am Anfang schon gesagt habe, war diese kleine Auszeit wirklich nötig. Denn die letzte Zeit war bzw. ist eine Herausforderung für mich. Mein Praktikum geht noch bis Ende Juni, wir sind immer noch auf Wohnungssuche und erleben leider eine Enttäuschung nach der anderen und auch sonst ist der Alltag momentan eher nicht der schönste. Hätte mich meine Schwägerin nicht ermutigt mitzukommen wäre ich jetzt wohl nur halb so zufrieden, wie ich jetzt bin. Daher rate ich wirklich jedem von euch: Wenn es euch ähnlich wie mir geht und es bei euch vielleicht nicht so toll läuft, dann steigt einfach mal aus dem Alltag aus. Und wenn es nur für 2-3 Tage ist. Denn jeder von uns sollte sich mal eine Auszeit nehmen, sich über einige Dinge klar werden oder einfach mal auch nichts denken, um überhaupt wieder Energie tanken zu können. Machen wir das nicht bleiben wir so angespannt wie wir sind. Glaubt mir, es lohnt sich! Ich freue mich jetzt jedenfalls auf meinen Trip nach Rom, dieses Mal zusammen mit meinem Freund  und kann es kaum erwarten wieder in meine zweite Heimat zu kommen.

7 Comments

  • Reply
    Sarah loves
    8. Juni 2017 at 22:14

    Super schöne Eindrücke, Süße ♡
    Man sieht wie wohl du dich dort fühlst 🙂
    xo Sarah

    • Reply
      Sophia
      9. Juni 2017 at 11:41

      Danke Sarah ❤️ Ja zuhause ist es doch immer am schönsten oder 😉

  • Reply
    Adriano
    10. Juni 2017 at 11:35

    Toller Beitrag , meine kleine Schwester !
    Viele Grüße ,

    Adriano

    • Reply
      Sophia
      10. Juni 2017 at 11:54

      Danke Adi 🙂 Die Zeit mit euch war echt toll grazie per tutto :*

  • Reply
    Mira Vellichor
    10. Juni 2017 at 19:45

    Manchmal braucht man wirklich einfach mal eine Pause. Und mir hilft es immer sehr, wenn man auch räumlich weit weg ist. Da fällt es viel leichter, so richtig abzuschalten – und dann reichen auch schon 2-3 Tage. Ein toller Beitrag auf jeden Fall!

    <3, Mira
    http://miravellichor.de

    • Reply
      Sophia
      11. Juni 2017 at 12:49

      Vielen Dank! Genau so ist es liebe Mira 🙂

  • Reply
    Karl-Heinz
    18. November 2017 at 18:11

    Bella Italia ist doch immer wieder schön. Mir geht es ähnlich wie Dir, ich fühle mich dort immer gleich wohl. Ich spreche auch die Sprache – für mich die schönste der Welt!

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